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Rendez-vous sur mon blog !
Rendez-vous sur mon blog !
Merci à tous ceux qui l’ont réalisée avec moi :
Marianne Schwab
Christine Mack
Jeff Bénignus
La médiathèque Saint Thomas.
Merci à tous ceux
qui ont pris le temps
de visiter cette exposition.
Article paru dans REFORME du
24 septembre 2009 (N°3336).
Article paru dans le MESSAGER N°40
NB : Je rends particulièrement hommage à Roland KAUFFMANN,
ex-directeur de la médiathèque protestante qui a pris
l’initiative de monter cette exposition “hors-programme”
ainsi qu’à Jean-Marc SAINT qui, le premier, a soutenu et
encouragé mes initiatives pour un art spirituel renouvelé.
Qu’ils en soient chaleureusement remerciés ici.
Veuillez noter également que l’exposition est prolongée
jusqu’au 31 octobre, avec une ouverture spéciale
pour la journée “Protestants en Fête”.
Das team “Art Reliques Calvin”.
Marianne, Pascale, Christine.
Artikel von Gerd Birsner (erschienen in
ABB und Kehler Zeitung)
http://www.acherundbuehlerbote.de/
http://www.kehler-zeitung.de/
Skulpturen von Marianne Schwab und Getöpfertes von Christine Mack
ergänzen Ausstellung zu 500 Jahre Calvin in Straßburg
Von Gerd Birsner
Rheinau. Krummes biegt sie gerade, und gerade Geratenes macht sie krumm.
Marianne Schwab aus Linx schafft Schönes mit viel weiblicher Muskelkraft.
Und Fantasie. „Das ist das wichtigste, was man dafür braucht“, sagt sie.
Die Mutter von Leoni (5) und Noah (4) arbeitet vormittags in einem großen
heimischen Fertighausunternehmen. In ihrer noch nach frischer Farbe und kalten
Schweißnähten riechenden Garage werkelt sie mit gestrandetem Holz, altem Eisen
und frechem Einfallreichtum. Dort wird geschwitzt und geschweißt, gebohrt, gedreht
und gefeilt. Und an bereits Gemachtem gefeilt. „Feinschliff muss sein – gerade
auch bei Grobschlächtigem. Das Material, das sie verarbeitet, ist grobschlächtig:
vom Rhein ans Ufer geschwemmtes Holz, von Landwirt Papa Sänger ausrangierte
Messerbalken und Mistgabeln. Kunst aus Totem, Weggeworfenem entsteht.
Ihre permanente Ausstellungsfläche ist ihr Vorgarten. Schrullige Käuze, christliche
Kreuze, messerbalkenscharfe Gardinenstangen – nichts, was ihre Fantasie bremst.
Und wenn es schnell gehen soll, dann sprühen die Ideen. Wie in diesem Fall.
Die Elsässerin Pascale Camus-Walter versteht sich auf Kalligrafie. Sie hat
verschiedene Diplome, hat fünf Jahre Kunsthistorik studiert und arbeitet heute
bei Arte als Assistentin für Multimedia. Ziel ihrer Kunst ist, Text und Denken
in eine neue Dimension zu bringen. „Wir sind gewohnt, alles flach zu sehen:
Papier in Büchern und Zeitungen, (Flach-) Bildschirme, Wegweiser, Hinweisschilder.
In meinen Werken befreie ich den Text von dieser Flachheit, und ich suche immer
neue Wege, um Texte und Sprache im Raum zu bringen. Eine neue Gelegenheit ist
mir mit dieser Ausstellung über Calvin gegeben.“ Doch die Logistik forderte:
Es muss schnell gehen. „Solche Projekte sind die besten, weil man an Spontaneität
gewinnen kann. Vorgeplante Kunst ist manchmal so schwer…“ Mit der Calvin-
Ausstellung in der Mediathek vom berühmten „Stift“, die jahrhundertealte
protestantische Sankt-Thomas Stiftung in Straßburg, in der Nähe von Petite France,
wurde Camus-Walter zu Spontaneität und Kreativität gezwungen. Und unter
Druck lässt sich’s trefflich kreativ sein….
In der Linxer Kirche hatte sie Schwab’sche Metallkreuze auf Schwemmholz gesehen
und war angetan. Im Hirn der elsässischen Künstlerin braute sich gerade eine Idee
zusammen: sie wollte zu Ehren des Reformators Johannes Calvin, dessen Lehre sie
verinnerlicht hatte und der vor 500 Jahren am 10. Juli 1509 in Noyon geboren wurde,
Kalligrafien erstellen. Und weil die nur zweidimensional sind, hatte sie die Linxer
Künstlerin gefragt, ob sie sich vorstellen könne, aus der Zweidimensionalität
Dreidimensionales zu schaffen.
Gefragt – getan: Das war vor gerade mal acht Wochen. Also musste es schnell
gehen. Die Idee war gut, die Chemie zwischen den beiden Frauen passte, und
plötzlich war sie da, die Inspiration. Frauenpower pur. Innerhalb von sechs
Wochen – dazwischen noch ein erholsamer Urlaub hat die Schwab – von Calvin
und den Pascale’schen Aquarellen bis tief in die Nacht geschweißt, gebohrt,
gedreht, zusammengefügt, was zusammen gehört.
Aber halt. Da fehlte noch etwas: die Füße, der Hintern und die Schulter von Jesus.
„So etwas ist aus Holz und altem Eisen nicht machbar“. Also musste noch ein
drittes Element mit ins calvinistische Boot. Gibt es da nicht noch eine Frau in
Honau, deren Hände Erde zu Kunst formen? Und so wurde das
Frauenpower-Trio komplettiert:
Christine Mack, mediterranes Geschöpf aus Malta und Honauer Wohnsitz, gibt
mit Ton den Ton an. Das tut sie schon lange. Getöpfert hatte sie bereits in
mediterranem Umfeld auf Malta. Damals noch in der Pubertät, hatte sie von der
Tante inspiriert, entdeckt, wie Erde zu Kunst werden kann. Inzwischen 41 und
in Honau sesshaft geworden, hat sie sich in der Gieselbachstraße in Honau eine
kleine, erdige Werkstatt eingerichtet. Und sie kann Schultern, Füße und Popo
mit der Hand formen. Und so musste Gunter, ihr Gatte Modell stehen. Und Jesus
seine Füße, Schulter seinen Popo leihen.
Am Donnerstag Abend wurden die dreidimensionalen Texte über und zu Calvin
nebst Jesus‘ töneren Körperteilen auf den Anhänger geladen und nach Straßburg
gekarrt, um die Ausstellung mit Aquarellen und Kalligrafien von Pascale
Camus-Walter in der Médiathèque protestante, 1bis quai Saint‐Thomas, hinter
der Sankt Thomaskirche kurz vor Petit France in Straßburg aufzubauen. Es eilt:
Am Dienstag, 15. September, 18.30 Uhr, ist Vernissage der zehn große Installationen
inklusive den töneren Körperteilen Jesu, die die etwa 50 Aquarelle der Kalligrafin
und Calvinistin Pascale Camus-Walter flankiern, ergänzen, dreidimensional machen.
Bis Donnerstag, 22. Oktober, ist die Ausstellung der dreidimensionierten Texte
Calvins in Straßburg nebst tönernen Körperteilen Jesu noch zu sehen. Geöffnet
ist die Ausstellung jeweils dienstags bis donnerstags von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr.